Webseiten Hosting ist ein typisches Produkt was quasi komplett der Globalisierung erlegen ist. Vor ein paar Jahren gab es noch gute Gründe seine Webseite auf deutschen Servern zu lagern. Die Anbindung an der US Server an das deutsche Internet lies zu wünschen übrig und die US Anbieter standen in dem Ruf Ihre shared Hosting Angebote zu Überbuchen, also zu viele Kunden auf dem selbern Server zu lagern, was Skriptlaufzeiten in die Höhe treibt.
Hier hat sich einiges geändert. Unter dem harten Wettbewerb können es sich auch die US Anbieter nicht mehr leisten schlechte Produkte anzubieten. Und Interkontinentale Anbindungsengpässe sind heutzutage auch kein Thema mehr. Was sprich also dafür ein neues Webprojekt in den USA zu hosten?
Als erstes natürlich einmal der Dollarkurs. Ein US Dollar sind am heutigen Tage gerade mal 66 Euro-Cent. Ein typisches amerikanische Hostingpaket für $66 im Jahr schlägt sich bei uns also mit “nur” ca 44 EUR auf der Kreditkarte nieder, das ist schon mal ein Vorteil für sich. Nachteil: Wer in den Staaten Hosting bezahlen möchte benötigt zwingend eine Kreditkarte, andere Zahlungsweisen sind dort oft nicht vorgesehen, erst recht nicht für internationale Kunden.
Was bekommt man den nun alles für $66? Am Beispiel des Hosters fatcow.com möchte ich da mal einen Überblick geben:
- unbegrenzten Webspace
- Traffic ohne Limitierung
- beliebig viele SQL Datenbanken
- beliebig viele IMAP/POP3 Postfächer
- beliebig viele Domains oder Sub Domains (Reg. Gebühren für 1 Domain inkl.)
- Moderne Umgebung mit PHP4/5 & MySQL
- tägliches Backup
- 1-Click Install für viele beliebte CMS (WordPress, Joomla)
- $50 Google Adwords Credit
- 24×7 Support
Das ist ein Angebot was für 3,60 EUR im Monat hier in Deutschland vergebens seines Gleichen sucht und das auch sonst keine Wünsche offen lässt.
Ich nutze den Anbieter jetzt schon eine Weile und kann bestätigen das er tatsächlich hält was die Werbung verspricht. Diese Seite hier ist übrigens auch bei fatcow.com gehostet. Ein weiteres, beinahe unglaubliches Detail ist das Partnerprogramm welches fatcow.com seinen Kunden bietet. Das Moo Money Affiliate Program bietet jedem Webmaster die Möglichkeit Banner wie den oben angezeigten auf seiner Webseite zu platzieren um für Fatcow zu werben. Für jeden vermitteltes Hosting Vertrag gibt es dann $100 Provision. Interessant dabei ist das die ausgezahlte Provision viel höher ist als die Gebühren die Fatcow um ersten Jahr vom neuen Kunden einnimmt. Man ist anscheinend so überzeugt vom eigenen Produkt das man einiges darauf setzt das neu geworbene Kunden auch länger als 1 Jahr an Board bleiben.



Es gibt allerdings auch ein paar Dinge die gegen ein Hosting in den USA sprechen. Es gab da vor nicht allzu langer Zeit eine aussagekräftige Studie, welche belegt hat dass ein Hosting im Ausland das Ranking negativ beeinflusst. Das heißt man sollte eine deutsche Seite aus SEO-Sicht immer in Deutschland hosten (bzw. im Zielland).
Ein Aspekt ist bei der Vorteils-Aufzählung vergessen worden:
US-Hoster bieten ihren Kunden vernünftige, mächtige und funktionierende Administatrationsoberflächen, CPANEL, und nicht solchen Schrott wie CONFIXX, wie man in Deutschland gewohnt ist…
Leidergottes ist CPANEL in Deutschland nicht verbreitet, wer es einmal genutzt hat, vermißt es schmerzlich.
Das mit der HeimatAdresse (ob eine deutsche Seite in Deutschland gehostet wird) ist mir recht egal. Wiegt allemal den Vorteil auf, nicht bei den deutschen Bananenhostern wie 1&1 oder Strato etc. zu sitzen und permanent Einschränkungen und schlechten Service zu erleben.
Ich kann siteground.com, hostmonster.com etc. nur empfehlen, ganz andere Angebote als bei uns und hervorragender Support (hier in Deutschland gibt es bei den Großen ja nur Telefon-Warteschleifen)
Kein Ami-Hoster, der bestehen will, könnte sich solchen Support leisten …
Danke für den Tipp mit dem US-Hoster. Ich habe schon einen US-Account bei Hostgator. Alles super bis auf die Geschwindigkeit! Hast Du konkrete Erfahrungen mit fatcow? Bitte maile mir mal ein kurzes Feedback dazu, oder poste es hier. Danke.
@Connie: da kann ich Dir nur zustimmen, als ich das erste Mal mit CPANEL gearbeitet habe, da gingen mir echt die Augen auf. Da kann kein deutscher Hoster mitthalten, die kleineren sowieso nicht. Also ab in die USA mit unseren Websites.
@Birger: das stimmt absolut, entspricht auch meinen Erfahrungen. Wenn Du den US-Markt anpeilst und hier in Deutschland eine .com-Domain registrieren lässt, keine Chance. Die gleiche Erfahrung habe ich vor einigen Jahren mal mit einer .at-domain gemacht, die ich genommen habe, weil die deutsche schon registriert war. Ergebnis: In Österreich wurde ich gut bis sehr gut gefunden, in Deutschland so gut wie gar nicht.
@Connie Du hast recht vom Funktionsumfang, gerade für fortgeschrittene User sind die meisten Ami’s den deutschen meilenweit vorraus.
@Doc-Homepage: Ja diese Seite und viele andere die ich betreibe liegen bei fatcow und vor allem der Service per Chat ist super. Performance, Funktion und Preis Leistung stimmen einfach.
Naja der SEO Faktor ist mir zwar nicht egal, aber ich der Content zählt zuletzt sowieso, es wird keine Seite mit super Content hinten überfallen weil Sie im falschen Land gehostet wird und umgekehrt wird keine Seite mit schlechtem Content erfolgreicher weil Sie im richtigen Land gehostet wird.
Das hört sich schon mal sehr interessant an. Wie schauts mit den Besitzrechten aus gibt es da das wwwrun Problem?
Und was macht ihr, wenn der superbillige US-Hoster
pleite ist und ohne Vorwarnung die Server abschaltet ?
Einer der Gründe warum ich lieber bei einem deutschen
Hoster bin. Den kann ich nämlich (auch bei einer
Insolvenz) zivilrechtlich belangen.
Versucht das mal von DE aus bei einem US-Hoster
@hello world: Klar ist das ein valides Argument. Nur ist es so: Diese Preise sind in USA nicht super billig, das ist dort das normale Level. Sie erscheinen nur aus Deutscher Sicht super billig, nicht zuletzt dank des aktuellen Kursvorteils.
Fatcow ist ein renommierter Anbieter, der nichmal zu den billigsten gehört, sondern zu den Besseren. Denn auch in den USA gilt, man bekommt wofür man zahlt. FatCow ist einer der grössten Anbieter, seit über 10 Jahren am Start und gewinnt jedes Jahr mehrere renommierte Vergleichstests.
If only I had a dollar for each time I came to tobiasbischoff.com! Superb writing.