1. OnePlus One: Erfahrungsbericht

    Zuerst erscheinen bei stadt-bremerhaven.de

    Ich habe, dank eines der diversen Gewinnspiele, relativ früh einen Invite zur Bestellung eines OnePlus One Smartphones bekommen. Somit konnte ich mir das Gerät vor etwa 3 Wochen bestellen und nutze es seit dem als mein Hauptgerät. Der Bestellprozess ist für einen chinesischen Hersteller butterweich. Der Onlineshop akzeptiert PayPal und alle gängigen Kreditkarten. Versendet wird aus einem deutschen Zentrallager per DHL - das Gerät war am nächsten Tag da. Zusätzliche Zollgebühren fallen also nicht an. Da gibt es europäische Hersteller die das nicht so gut im Griff haben. Ein wenig ist das natürlich auch dem umstrittenen Invite System zu schulden, denn Bestellen kann nur derjenige der eine explizite Einladung dazu bekommen hat. Entweder über eines der Gewinnspiele oder von jemandem der bereits ein OnePlus One hat. Kosten tut das Gerät 269 EUR für die 16GB Variante und 299 EUR für die 64GB Variante. Wenn man den Markt betrachtet ist das ein fairer Preis. Die technischen Daten sind mit denen des Samsung S5 oder HTC One M8 vergleichbar und diese Geräte kosten das doppelte. Wie die das machen? Die offizielle Erklärung ist: Verzicht auf Marketingbudgets und mit der Hardware wird kein Gewinn gemacht. Wie die Firma dann ihr Geld verdient? In den ersten 2 Jahren sieht der Businessplan vor vom Risikokapital zu leben und Marktanteile zu gewinnen. Gut für den Kunden. Ob es auch gut fürs Geschäft ist muss sich zeigen.

    Das Gerät selbst ist von den reinen technischen Daten mit anderen Flagschiffen auf Augehöhe. Ein brillianter 5,5” Full HD Screen, Quadcore Snapdragon 801, 3 GB RAM und 3100mah Batterie lassen keine Wünsche offen. Und auch das Design ist in meinen Augen sehr ansprechend. Es liegt einfach gut in der Hand - ein Handschmeichler sozusagen. Ich habe in letzter Zeit einige Android Smartphones ausprobiert und festgestellt das dies ein entscheidender Faktor ist. Das Nexus 5 zum Beispiel war mir zu kantig, beim LG G2 gefällt mir das Material der Rückseite nicht. Das ist beim One übrigens leicht texturiert, nicht rutschig - einfach angenehm.

    Natürlich ist das Gerät gross. Grösser als HTC ONE oder LG G2 - Note 3 mässig gross. Aber das ist okay denn dafür bekommt man auch einen grossen Bildschirm und durch die abgeflachten Kanten wirkt es trotzdem nicht klobig. Ich kann das One gut handhaben, es in die Tasche stecken und bei mir tragen aber ich bin mir sicher, dass es Viele geben wird denen es zu gross ist.

    Das One hat Hardwaretasten unterhalb des Displays, kapazitativ. Die muss man nicht benutzten, denn Cyanogenmod - das Android ROM welches standartmässig auf dem One läuft - bietet einem auch die Option an konfigurierbare Softwaretasten zu verwenden. Ich nutze die Hardwaretasten und habe lieber ein wenig mehr Bildschirmfläche.

    Die Hardware des One ist solide und der Gesamteindruck lässt nicht vermuten das man es mit einem Preisbrecher zu tun hat. Vom Lautsprecher (JBL) bis zur Kamera (Sony) sind überall wertige Komponenten verbaut - Hardwaretechnisch lässt das One kaum Wünsche offen. Über einen MicroSD Kartenslot und kabelloses Laden hätte ich mich noch gefreut. Wasserdicht ist es auch nicht und das Gehäuse ist grösstenteils aus Kunststoff. Dafür ist die Rückseite des Gehäuses auswechselbar. Der Zubehörshop ist noch nicht online aber OnePlus hat bereits einige Varianten der Rückseite vorgestellt die später nachbestellbar sein werden - darunter Exoten wie Jeansstoff und Echtholz. Die Batterie ist übrigens, trotz abnehmbarer Rückseite, nicht auswechselbar. Das ist für mich bei einem 3100mah Akku aber auch kein Faktor mehr, denn den bekomme ich in der Regel auch an einem langen Tag mit heftiger Nutzung nicht alle.

    Empfangstechnisch liefert das One solide Leistung ab. Sowohl im 3G/LTE Bereich und was das WLAN angeht gibt es keinen Grund zur beanstandung. Dem One fehlt das in Deutschland verwendete LTE Band 3 (800Mhz) das von T-Mobile und Vodafone verwendet wird um ländliche Gebiete mit LTE zu versorgen (genauso wie es beim iPhone 5 der Fall war). Mich betrifft das nicht da um Hannover herum sehr weitläufig LTE mit 1800Mhz ausgebaut ist, ich kann mir aber vorstellen das es Gegenden gibt in denen das schon schade ist.

    Oben habe ich es schon erwähnt, auf dem One läuft Cyanogenmod. Das Android ROM ist eigentlich als Custom ROM zum Nachinstallieren bekannt, hier kommt es als einzige Option direkt ab Werk installiert. Den ersten stabilen Release des finalen Builds gab es erst letzten Freitag. Bis dahin war die Software eher als Betaversion zu sehen, mit Ecken und Kanten. Seit letztem Freitag gibt es nur noch wenig bis garnichts zu meckern. Die paar Bugs, die in den entsprechenden Foren noch von den Usern entdeckt werden nimmt Cyanogen sehr ernst und antwortet meistens innerhalb weniger Tage.

    Obwohl meine Präferenz eher Stock-Android ist, wie es auf dem Nexus 5 zu finden ist, denke ich Cyanogen ist eine gute Wahl. Optisch ist es nah am originalen Android und es bringt ein paar sinnvolle Ergänzungen mit wie eine Theme Engine, Gestensteuerung, Sprachaktivierung etc. Man kann das OnePlus durch doppeltes Tippen aufs Display aus dem Schlaf holen und durch doppeltes Tippen auf die Statusleiste wieder schlafen legen. Per ‘OK OnePlus’ Sprachbefehl kann man aus dem Standby herraus Google Now aktivieren und es gibt ein paar Shortcut-Gesten - zum Beispiel kann man einen Kreis auf dem Display malen um direkt die Kamera zu starten. Ausserdem gibt es einen Screenrecorder mit dem man einfache Screencasts direkt auf dem Gerät erstellen kann und vieles mehr. Eine runde Sache.

    Generell sind die Einstellungsmöglichkeiten vielfältig. Es gibt Leistungsprofile die man per NFC aktivieren lassen kann, die Benachrichtigungs-LED lässt sich minutiös konfigurieren ebenso wie die Schnelleinstellungen und die Benachrichtigungsanzeige. Wer root Zugang braucht kann da schnell zu kommen, dank ensperrtem Bootloader und eigenem TWRP Release sind sämtlichen ROM Spielereien Tür und Tor offen. Ich habe meins ‘gerooted’ da ich mir mit Titanium Backup gerne mal ein Vollbackup ziehe.

    Fazit: Das OnePlus One ist ein Smartphone das ich ohne weitere Vorbehalte jedem empfehlen würde der mit der Grösse klarkommt. Selbst wenn es hundert Euro teuerer währe. Für einen neuen Hersteller ist das ein erster Schuss der gut sitzen könnte wenn Sie die Produktionskapazitäten hochgefahren bekommen und in naher Zukunft einfach jeder frei bestellen kann. Glaubt man den inoffiziellen Äusserungen soll das über die Sommermonate soweit sein.

  2. Mac OS X Lion auf VMWare ESXi 5

    Apple’s Mac OS X Lion unter VMWare laufen zu lassen geht offiziell nur wenn bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sind. Vor allem muss der Wirtsrechner ein Macintosh sein. Mit einem kleine Trick ist es jedoch möglich auf preisgünstiger Standard-x86 Hardware zu dem selben Ergebnis zu kommen. Mit dem ESXi5 Mac OS X Unlocker kann man eine ESXi 5 Installation so modifizieren das man fortan ein unangepasstes Mac OS X auf ihr laufen lassen kann.

    Der Patch wird per SSH auf dem ESXi Hosts eingespielt. Danach kann man ganz regulär über den vSphere Client eine neue VM anlegen (Mac OS X 10.7 64-Bit als Gastsystem auswählen). Installieren tut man das Betriebssystem am besten in dem man das InstallESD.dmg Diskimage aus dem regulären Appstore Download extrahiert und in die VM einbindet. Damit lässt sich dann eine ganz normale Installation durchführen.

    Nach erfolgter Installation fehlen nur noch die VMWare Tools. Die kann man auch ganz normal über den entsprechenden Menüpunkt im vSphere Client installieren - ESXi beinhaltet bereits den passenden Installer.